Politiker Stopp

Jugendschutz – die Spielwiese der Moralisten

Published on 30.05.2011 by Zelot
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Ich glaube, der deutsche Jugendschutz ist nichts weiter als das letzte Refugium, die letzte Daseinsberechtigung für die arschverkniffenen Moralisten, die schon seit Adenauers Zeiten meinen, sie müßten über die “Unschuld” der Jugendlichen wachen.
Die Kapriolen die diese Institutionen schlagen sind nichts weiter als die Fortsetzung des Volkswartbundes, der in den Anfangszeiten der BRD bemüht war, nicht nur die Jugend, sondern auch den Rest der Bevölkerung vor “Schmutz und Schund” zu bewahren.

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Jugendschutz – die Spielwiese der Moralisten | Jugendmedienschutz – Hilflose Versuche d… | Telepolis-Artikelforen
Jugendmedienschutz – Hilflose Versuche des Gesetzgebers? | Telepolis

Eat Pray Love – Essen, Beten, Jammern

Published on 23.09.2010 by Zelot
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“Suppe, Seife, Seelenheil”, hieß es noch bei der Heilsarmee, und “Eat Pray Love” verspricht im Grunde nichts anderes: harmlos banale Wellness-Philosophie für Leserinnen, denen die “Brigitte” zu hoch ist. Das einzig Gute an diesem Film ist, dass hier die Hauptfigur mal ausnahmsweise keinen apple und kein iPhone besitzt, sondern einen Sony Vaio. Ansonsten ist dies ein Film für Frauen, die Lockerungsübungen gegen Schlankheitswahn und Schuldgefühle nötig haben, und die sich ernsthaft mit einer hysterischen frustrierten reichen überkandidelten nervigen uninteressanten Zicke identifizieren wollen.

Vielleicht sollte man beim Verleih noch mal über den Titel nachdenken. “Eat Pray Fuck”, “Eat Pray Vomit”, “Eat Pray Shit” wären allesamt angemessener.

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Telepolis knews: Essen, Beten, Jammern

“Verstörend und verrohend” – Die Abscheu gegen Crackdown

Published on 04.07.2010 by Zelot
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… der Inhalt des Computerspiels ist offensichtlich geeignet (§ 23 Abs. 1 JuSchG), Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren, wie das Tatbestandsmerkmal “Gefährdung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihrer Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit” in § 18 Abs. 1 Satz 1 JuSchG nach ständiger Spruchpraxis der Bundesprüfstelle sowie höchstrichterlicher Rechtsprechung auszulegen ist. …
Zu den nach § 18 Abs. 1 JuSchG jugendgefährdenden Medien zählen vor allem unsittliche, verrohend wirkende, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizende Medien.
BPjM, Offizielle Indizierungsentscheidung zu “Crackdown”

Durch die Verknüpfung der optischen und akustischen Inhalte entstehen teilweise bedrückend wirkende Situationen, wenn beispielsweise eine brennende Spielfigur vor Schmerzen und in Panik schreit. Besonders grotesk und unmenschlich mutet außerdem die Option an, Leichen wie Gegenstände aufnehmen und werfen zu können. Die Möglichkeit, Leichen als Waffe zu verwenden und diese wie andere Gegenstände auf Spielfiguren werfen zu können, wertete das Gremium als in besonderem Maße verrohend.
BPjM, Offizielle Indizierungsentscheidung zu “Crackdown”

Links extern:
TP: “Verstörend und verrohend”
Crackdown – Wikipedia
Crackdown 2 – Wikipedia

Christian Wulff: Ein Missionar auf dem Weg nach Bellevue?

Published on 30.06.2010 by Zelot
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Christian Wulff ist offenbar ein Politiker mit einer Mission: Er ist Mitglied im Kuratorium von [extern] ProChrist, einem evangelikalen Verein, der mit Massenevangelisationen “Jesus bekannt” machen will. Zudem fiel Wulff kurz vor seiner Nominierung zum Bundespräsidentenkandidaten mit einer Rede vor dem Arbeitskreis Christlicher Publizisten (ACP) auf.

Links extern:
TP: Wulff: Ein Missionar auf dem Weg nach Bellevue?

Dumm, Dümmer, Killerspiele-Gegner vom Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden

Published on 17.10.2009 by Zelot
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Kleiner Follow-up zu meinem Aktionsbündnis gegen Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden Post.

Ich lese gerade auf Telepolis dass die Personen hinter dem Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden zu den Anhängern der Verschwörungstheorie, die von den Initiatoren des Kölner Aufrufs gestartet wurde, gehören, dass Killerspiele vom amerikanischen Militär, der Kriegsindustrie und einem militärisch-industriell-medialen Komplex entwickelt und verbreitet werden um die Gewaltschwelle zu senken und uns auf die Kriege des 21 Jhr. vorzubereiten.
Zu der illustren Gruppe des Kölner Aufrufs gehört auch Christian Pfeiffer und dessen Schwester Regine Pfeiffer.

Links extern:
Telepolis knews: “Killerspielverbrennung”
heise online – Radikale Spielegegner wollen Anerkennung als Kulturgut verhindern

Telepolis: Wer will schon an die Fakten – Politikstil Deutschland / USA

Published on 05.10.2009 by Zelot
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“In Deutschland werden Journalisten, die Einsicht in Staatshandeln nehmen wollen, immer wieder abgeblockt”, stellt Kleinsteuber fest. “Wir haben in der Tat eine massiv obrigkeitsstaatliche Tradition.” Man gebe seinen Bürgern zu verstehen, dass Politiker alles richtig machten, und die Bürger das akzeptieren müssten.

In Deutschland ist man es nicht gewohnt, dass Politik transparent abläuft. In den USA zum Beispiel tagen die parlamentarischen Ausschüsse in der Regel öffentlich, hierzulande ist es umgekehrt.

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TP: Wer will schon an die Fakten

Christliche Fundamentalisten befinden sich im Aufwind, was von der deutschen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird

Published on 04.10.2009 by Zelot
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Überall im Lande gibt es Bibelschulen die Missionare, Pastoren und Gemeindehelfer ausbilden. Die vor einigen Monaten im Jemen getöteten zwei Krankenschwestern kamen aus einer solchen Einrichtung. Viele Ausbilder an den Bibelschulen kommen nicht mehr ausschließlich aus den USA, denn auch in Deutschland gibt es “höhere” Bildungseinrichtungen, wie die Freie Theologische Hochschule (FTH) in Gießen.

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TP: Bibeltreu, wissenschaftlich und streng gläubig

Wozu das Zölibat taugt? Zum Kinderficken

Published on 25.05.2009 by Zelot
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Zehntausende Kinder in Irland sind sexuell, körperlich und emotional missbraucht worden – von Nonnen, Pfarrern (d.h: von katholischen “Priestern”) und anderem Personal der (katholischen) Kirche. Und das über Jahrzehnte hinweg.

Die katholische Kirche muss das Zölibat abschaffen, sie muss die Diffamierung und Diskriminierung von homosexuellen Männern und Frauen abschaffen, sie muss ihre Angst vor der Sexualität überhaupt, ihren Hass auf die Sexualität von Frauen und Männern, aufgeben, die Vorstellung aufgeben, dass “alles, was mit der Sexualität zusammenhängt, schmutzig” ist. Sie muss den Papst als quasi lebende Reinkarnation eines Apostels abschaffen, sie muss katholische Priesterinnen einführen, sie muss männliche Priester mit Familie einführen, sie muss ihre unausstehliche Verlogenheit abschaffen, ihre Machtpolitik, ihre kriminellen finanziellen Machenschaften und ihre Unterstützung jeden Unrechtssystems auf der Welt. Sie muss ihre Mitschuld an den größten Völkermorden aller Zeiten eingestehen, sie muss ihre Mitschuld am Antisemitismus, ihre aktive Unterstützung des italienischen Faschismus und des deutschen Nationalsozialismus eingestehen und sich davon in einem gigantischen globalen Entschuldigungsgestus befreien. Sie muss den Vatikan abschaffen. Sie muss sich von Grund auf erneuern. Sie braucht eine umfassende, komplette Reformation. Eine Rundumerneuerung.

Wieso sich mit Reformieren und Erneuern aufhalten? Abschaffen!
Niemand braucht diesen institutionalisierten Aberglauben (oder irgendeinen anderen).

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TP: Wozu das Zölibat taugt?

Zorn und Vergeltung. Die neue Dimension des Hasses

Published on 26.03.2006 by Zelot
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Auf Telepolis ist ein Artikel über die Verbindung von Black Metal und Neonazis erschienen.

Früher war alles besser: die Urheber des Begriffs Black Metal, die britische Band “Venom”, provozierten Anfang der 1980er-Jahre mit ihrer rauen Mischung aus Heavy Metal und satanischer Texte Christen und Moralapostel. Alles wirkte ähnlich einer Karikatur, jedoch kam es Anfang der 1990er Jahre besonders in Skandinavien zu einer Art Neubelebung. Die Spielweise des Black Metal wurde rasanter und brutaler, die Texte der durch den kehligen Grunz- oder Kreischgesang geprägten Musik handelten von Satanismus, Hass, Neuheidentum und Antisemitismus. Teile der Szene sind heute bekennende Neonazis und glauben, “Auschwitz wartet (…) auf die Tage seines neuerlichen Ruhms”.

Sehr interessant, wirklich. Interessant ist aber auch, dass Kill More People bereits vor 4 Jahren einen Artikel veröffentlicht hat, über den Versuch konservativer Kreise ein Verbindung zwischen Black Metal und Neonazis zu konstruieren um ein neues Feindbild aufzubauen.

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TP: Aus Hass wird Ernst

Krieg der Kulturen – Frau Voltaire und nackte Islamisten

Published on 14.03.2006 by Zelot
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Wafa Sultan: The clash we are witnessing around the world is not a clash of religions, or a clash of civilizations. It is a clash between two opposites, between two eras. It is a clash between a mentality that belongs to the Middle Ages and another mentality that belongs to the 21st century. It is a clash between civilization and backwardness, between the civilized and the primitive, between barbarity and rationality. It is a clash between freedom and oppression, between democracy and dictatorship. It is a clash between human rights, on the one hand, and the violation of these rights, on other hand. It is a clash between those who treat women like beasts, and those who treat them like human beings. What we see today is not a clash of civilizations. Civilizations do not clash, but compete.

[…]

Host: I understand from your words that what is happening today is a clash between the culture of the West, and the backwardness and ignorance of the Muslims?

Wafa Sultan: Yes, that is what I mean.

[…]

Host: Who came up with the concept of a clash of civilizations? Was it not Samuel Huntington? It was not Bin Laden. I would like to discuss this issue, if you don’t mind…

Wafa Sultan: The Muslims are the ones who began using this expression. The Muslims are the ones who began the clash of civilizations. The Prophet of Islam said: “I was ordered to fight the people until they believe in Allah and His Messenger.” When the Muslims divided the people into Muslims and non-Muslims, and called to fight the others until they believe in what they themselves believe, they started this clash, and began this war. In order to start this war, they must reexamine their Islamic books and curricula, which are full of calls for takfir and fighting the infidels.

My colleague has said that he never offends other people’s beliefs. What civilization on the face of this earth allows him to call other people by names that they did not choose for themselves? Once, he calls them Ahl Al-Dhimma, another time he calls them the “People of the Book,” and yet another time he compares them to apes and pigs, or he calls the Christians “those who incur Allah’s wrath.” Who told you that they are “People of the Book”? They are not the People of the Book, they are people of many books. All the useful scientific books that you have today are theirs, the fruit of their free and creative thinking. What gives you the right to call them “those who incur Allah’s wrath,” or “those who have gone astray,” and then come here and say that your religion commands you to refrain from offending the beliefs of others?

I am not a Christian, a Muslim, or a Jew. I am a secular human being. I do not believe in the supernatural, but I respect others’ right to believe in it.

Dr. Ibrahim Al-Khouli: Are you a heretic?

Wafa Sultan: You can say whatever you like. I am a secular human being who does not believe in the supernatural…

Dr. Ibrahim Al-Khouli: If you are a heretic, there is no point in rebuking you, since you have blasphemed against Islam, the Prophet, and the Koran…

Wafa Sultan: These are personal matters that do not concern you.

[…]

Wafa Sultan: Brother, you can believe in stones, as long as you don’t throw them at me. You are free to worship whoever you want, but other people’s beliefs are not your concern, whether they believe that the Messiah is God, son of Mary, or that Satan is God, son of Mary. Let people have their beliefs.

[…]

Wafa Sultan: The Jews have come from the tragedy (of the Holocaust), and forced the world to respect them, with their knowledge, not with their terror, with their work, not their crying and yelling. Humanity owes most of the discoveries and science of the 19th and 20th centuries to Jewish scientists. 15 million people, scattered throughout the world, united and won their rights through work and knowledge. We have not seen a single Jew blow himself up in a German restaurant. We have not seen a single Jew destroy a church. We have not seen a single Jew protest by killing people. The Muslims have turned three Buddha statues into rubble. We have not seen a single Buddhist burn down a Mosque, kill a Muslim, or burn down an embassy. Only the Muslims defend their beliefs by burning down churches, killing people, and destroying embassies. This path will not yield any results. The Muslims must ask themselves what they can do for humankind, before they demand that humankind respect them.

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TP: Frau Voltaire und nackte Islamisten
MEMRI TV
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Militanter Liberalismus oder Rückzugsgefechte der Freiheit

Published on 10.03.2006 by Zelot
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Als libertärer Anarchist ist man es gewohnt, zwischen den Fronten im Krieg der Kulturen zu stehen. [1]
Die Reaktion des linken Spektrums auf das Manifest der 12 [2] zeigen eindeutig in welcher ideologischen Sackgasse sich diese mit ihren linken Orthodoxien befinden.

Immer noch weigern Teile des linken Spektrums die nicht Menschenrechtskonformen, geradezu Menschenrechtsfeindlichen, Aspekte verschiedenere Kulturen (dies ist im aktuellen Fall die islamische Kultur) offen anzuprangern.

Intoleranz darf nicht toleriert werden. Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit.

Das mag Paradox klingen, dass mag militant klingen, aber Freiheit muss unter umständen auch militant verteidigt werden. Ein bisschen Freiheit und ein bisschen Menschenrecht gegen nicht.

In dieser Hinsicht bin ein Anhänger der GPL-Philosophie. Die Kultur des Humanismus, der Menschenrechte, der Aufklärung und der Säkularisierung (auch bekannt als westliche Kultur) steht quasi unter GPL Lizenz.
Die GPL Lizenz garantiert die Freiheit von Software dadurch, dass sie dem Softwareentwickler die Freiheit nimmt, die Software Unfrei zu machen.

Auch die westliche Kultur darf Unfreiheit und Unterdrückung nicht dulden.

PS: Dieser ganzer militärischer Jargon, steht mir inzwischen bis zum Hals!!!

Links extern:
TP: Gegen den “religiösen Totalitarismus” des Islamismus
taz 4.3.06 Die neue Totalitarismus-Debatte
TP: Tatmotiv Ehre

Suchsland schlägt wieder zu – Dresden: Geschichtsrevisionismus im ZDF

Published on 07.03.2006 by Zelot
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Die wahren Kriegsopfer, erfahren wir da, sind eben die Deutschen, und Nazis gab es in Dresden eigentlich auch kaum. Und ganz sachte löst Dresden Auschwitz als symbolisches Erinnerungszentrum an die deutsche Geschichte ab.

Eine friedliche Stadt mit vielen Flüchtlingen, kaum Soldaten, mit ein paar Hakenkreuzfahnen, aber ohne Nazis. Außer drei, vier finster dreinschauenden blonden Burschen mit blitzblanker brauner Uniform. Als der erste von ihnen einmal durchs Bild marschiert, dauert der Film immerhin schon eine halbe Stunde.

Auf dem symbolischen Terrain werden zur Zeit die Gedenkstätten umgegraben. Von Auschwitz verlagert sich der Blick nach Dresden: Während im einen Ort Täter und Schuld zwangsläufig dominieren, ist Dresden ein Ort der unschuldigen Opfer. Endlich dürfen Deutsche hier vermeintlich Kollateralschäden sein und nicht Täter, die die gerecht Strafe ereilt. “Dresden” wird so zur Metapher der Relativierung.

Und zur Metapher der neuen deutschen Niedlichkeit: Denn der Film endet mit einem letzten Dokumentarstück. Man sieht die wiederaufgebaute Frauenkirche, man sieht Menschen, die die Einweihungsfeier besuchen, man hört den deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler: “Nie wieder Krieg!”

Dies ist sie also, die Lehre aus Dresden. Undifferenziert, verkürzt und banal ist eine solche Aussage angesichts der tatsächlichen Herausforderungen, unterkomplex, wenn das die Lehre aus Dresden sein soll. Ist es denn nicht auch die Lehre aus Auschwitz, dass man in bestimmten Situationen eben einen Krieg führen muss? Der Satz “Nie wieder Krieg!” in diesem Zusammenhang – ein Verteidigungskrieg gegen eine angreifende Diktatur – desavouiert die Anstrengungen der Anti-Hitler-Koalition, um die Nazi-Barbarei zu beenden.

Die Lehren aus Dresden:

Nie wieder Unterdrückung und Verfolgung.
Nie wieder Totalitarismus.
Nie wieder Faschismus.
Nie wieder Nationalismus.
Nie wieder Obrigkeitshörigkeit.
Nie wieder Unfreiheit.

Immer wieder Krieg gegen Nazideutschland!

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TP: Herz-Schmerz-Kriegsdrama
Dresdens Bedeutung im Krieg

Islamische Uraggression

Published on 07.03.2006 by Zelot
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An dieser Stelle ein Vollzitat aus dem Telepolis Forum:

In den Forumsbeiträgen zu TP-Artikeln zum Islam kommt es immer wiederzu denselben Argumenten:

– die Kreuzzüge als Beleg dafür, dass es ursprünglich das Christentum war, das den Konflikt mit dem Islam verursacht habe;
– die Bemerkung, dass ein Muslim nicht deshalb schon ein Terroriost sei, weil er ein Muslim ist.

Beide Argumente fragen aber gar nicht, wie es denn um das intrinsische Gewaltpotential des Islam bestellt ist. Für das Christentum, dessen mörderische Geschichte bestens bekannt ist und die normalerweise nicht einmal mehr im Religionsunterricht kleingeredet wird, sind solche Fragen und die entsprechenden Antworten allgemein bekannt.
Innerislamisch gibt es für sie jedoch keine Tradition und bei Menschen im Westen fehlt meist schon das elementarste geschichtliche Faktenwissen. Letzteres ist eigentlich bedauerlich, denn Moghammed ist, im Gegensatz zu Jesus, eine geschichtlich klar greifbare und dokumentierte Person (geb. um 570,gest 632).

Der aus Mekka stammende Mohammed behauptete ab 610, dass ihm durch den Erzengel Gabriel das unverfälschte Wort Gottes offenbart würde (insgesamt dauerte die Verkündigung mehr als 20 Jahre). Der Koran ist also, nach islamischen Verständnis nicht von Menschenhand geformt worden. Dies macht textkritische Arbeiten praktisch unmöglich.
Mohammed empfand Juden und Christen zunächst als Glaubensverwandte.
Die Gebetsrichtung war daher zunächst nach Jerusalem ausgerichtet.
Die Suren des Korans sollen im arabischen Original von geradezu überirdischer Schönheit gewesen sein. Dennoch konnte Mohammed die Bevölkerung von Mekka im wesentlichen nicht überzeugen und mussste 622 nach Yathrib, dem späteren, Medina fliehen.

In Medina waren auch drei jüdische Stämme ansässig. Mohammed geriet in religiösen Konflikt mit diesen, weil die Rabbis nicht anerkennnen wollten, dass er der wahre und letzte Prophet sei (Mohammed besaß viel zu wenig Kenntnisse der Thora, um für einen Rabbiner als mit Abraham oder Moses auf einer Stufe gesehen zu werden). Letztendlich vertrieben daher die Muslime zwei der drei ihnen religiös gefährlich werdenden Stämme. Der dritte wurde ausgelöscht: die Männer wurden getötet und Frauen und Kinder wurden versklavt (angeblich wegen eines Verrats an die Feinde aus Mekka). Dieses Massaker wurde, wie könnte es anders sein, Mohammed vom Erzengel Gabriel aufgegeben. Wiederum ist festzuhalten, dass die reine Überzeugungskraft des Korans, wie schon in Mekka, nicht ausreichte, Bekehrungen durchzuführen. Mohammed wendete sich von den Juden (und Christen) ab und die Gebetsrichtung der Muslime drehte sich in Richtung Mekka.

Mohammed hielt nichts von Musik und Tanz, Kunst und Spott. Als Mekka schließlich kampflos eingenommen wurde, wurden daher nur zwei Menschen auf sein Geheiß hin liquidiert: ein Mann, der die Verse des Korans verändert hatte und eine Frau, die über Mohammed und seinen Glauben gespottet hatte. Den dänischen Karikaturisten wäre damals sicherlich schlecht ergangen, hätten sie zu seiner Zeit gelebt und hätte er ihrer habhaft werden können. Insofern ist es erstaunlich, dass es in den folgenden Jahrhunderten überhaupt zu bildlichen islamischen Darstellungen Mohammeds gekommen ist.

Kurz bevor er starb, rüstete er noch gegen das christliche Byzanz.
Byzanz und Persien waren durch jahrzehntelange Kriege gegeneinander stark geschwächt. Keine der beiden Großmächte erwartete irgendeine Bedrohung durch die “Barbaren” aus der arabischen Wüste. Das Machtvakuum und die völlige Überraschung über das Auftauchen eines neuen Feindes ausnutzend wurde 638 Jerusalem von den Muslimen erobert und kurz darauf Persien unterworfen.

Das Machtvakuum im Bereich des verschwundenen weströmischen Reiches erleichterte die Ausbreitung des Islam nach Westen. Schon Anfang des 8ten Jahrunderts standen islamische Truppen in Frankreich. Sie wurden 738 bei Poitiers geschlagen und nach Spanien zurück gedrängt. 718 wurde Konstantinopel belagert, hielt aber stand. Erst 1453 ging das oströmische Reich mit der Eroberung Konstantinopels zugrunde.

Seit dem 7ten Jahrhundert wurden also christliche Reiche von islamischen Armeen angegriffen. Deren plötzliches Auftauchen und ihre großen Erfolge in den ersten Jahrzehnten verursachten traumatische Ängste. Der Schock, oft auch gerne als Trauma bezeichnet, den nun ihrerseits die Kreuzzüge im Islam auslösten, war aber von andere Qualität. Der Islam hielt sich für kulturell, religiös, moralisch und militärisch dem Abendland gegenüber für weit überlegen. Somit löste die Dreistigkeit der christlichen Truppen, in einem Kernstück des islamischen Imperiums anzugreifen, schlichtes Entsetzten aus (beim ersten Kreuzzug wurde von ihnen sogar Jerusalem eingenommen). Man war nicht mehr unbesiegbar. Militärisch und politisch ging der Islam aus den Kreuzzügen zwar als eindeutiger Sieger hervor. Aber der Schock, angreifbar zu sein, wirkte offensichtlich über die Jahrhunderte weiter und hinterließ tiefe Wunden im Selbstwertgefühl.

Wien wurde zuletzt Ende des 17ten Jahrhunuderts von den Osmanen belagert. Islamische Korsaren kaperten über Jahrhunderte Handelsschiffe und Fischerboote und versklavten Zehntausende, wenn nicht gar Hunderttausende von Europäern (ein in Europa im wesentlichen unbekanntes Kapitel). Zwar konnten Juden und Christen
oft mit Toleranz oder Duldung rechnen (wenn sie nicht als gefährlich eingestuft wurden), kein Pardon jedoch erfuhren und erfahren Heiden.
Nichts ist so zynisch wie das wirkliche Leben, und so ist es ausgerechnet Leni Riefenstahl gewesen, die mit ihren Fotografien der Nuba im Südsudan ein Volk dokumentiert hat, die durch islamische Fundamentalisten inzwischen als weitgehend ausgelöscht gelten.

Es macht in der Auseinandersitzung mit dem Islam keinen Sinn, mit relativierenden, vermeintlich multi-kulturellen Allgemeinplätzen argumentieren zu wollen. Der Islam besitzt offensichtlich ein hohes intrinsisches Gewaltpotential. Desahlb ist es wichtig, dass es Memoranden von Muslimen gibt, die sich an Muslime richten, die dem entgegen argumentieren.

CMartins

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Islamische Uraggression – Telepolis-Artikelforum

Rohtenburg – Keine Frage der Freiheit der Kunst

Published on 07.03.2006 by Zelot
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Auf Teleplois ist ein Artikel von Stefan Höltgen erschiene, der einstweiligen Verfügung gegen die Aufführung des Kinofilms “Rohtenburg” behandelt.
Der Tenor des Artikels lautetet, dass die einstweiligen Verfügung nicht gerechtfertigt ist, weil diese Freiheit der Kunst beeinträchtigt und weil die Gesellschaft ein Recht auf die künstlerische Aufarbeitung der Tat von Armin Meiwes hat

Ich stimme nicht zu, denn es geht nicht um die Freiheit der Kunst.

Werder bei “Rohtenburg” noch bei „Esra“ von Maxim Biller geht es um die Freiheit der Kunst, als vielmehr darum, dass Medienkonzerne Geld mit dem Privatleben von Menschen machen wollen. Jeder, egal ob Person der Zeitgeschichte oder nicht, hat das Recht sich dagegen zu wehren.

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TP: Übereinstimmungsüberprüfungen
Maxim Biller bleibt verboten

10 Jahre Telepolis

Published on 06.03.2006 by Zelot
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“Ich dachte an die ferne Stadt, Telefon, Telebeamen, Tele… Eine virtuelle Stadt als Metapher für die Möglichkeiten des Cyberspace.”

“Jenseits der üblichen Sparten und ohne Suggestion von großartigen Versprechungen und katastrophalen Ängsten diskutiert Telepolis die gesellschaftlichen, künstlerischen und politischen Herausforderungen und Chancen der Informationsgesellschaft.”

Ein gut Teil unserer Redaktionsarbeit besteht darin, irritierte, fassungslose und tödlich beleidigte Autoren zu besänftigen. So mancher hat nach seinem Debüt sofort wieder die Segel gestrichen. Andere wiederum sind beglückt über die Aufmerksamkeit und machen sich einen Sport daraus, ihre Leser zu provozieren.

Die Foren sind das A und O von Telepolis. Und immer wieder ein Beweis für die große Klugheit unserer Leser. Sie sehen jeden noch so kleinen (oder auch noch so großen) Fehler und Schludrigkeiten, wodurch immer mal wieder der Ruf nach einem Lektor ertönt. Sie ertappen uns bei jeder Denkfaulheit. Sie geben weiterführende Hinweise. Sie verteidigen uns. Sie nehmen uns und einander ernst (meistens). Die heftigen Diskussionen im TP-Forum sind oft ein Marker für Themen, die in unserer Gesellschaft schwelen – und eben nach einem Forum verlangen.

Links extern:
TP: 10 Jahre – Wir feiern unser 10 jähriges Jubiläum
TP: 10 Jahre – Wundertüte Telepolis
TP: 10 Jahre Telepolis