Politiker Stopp

Progayer

Pro Gamer, Professionelle Spieler.

Für die einen verehrungs- und anbetungswürdige übernatürliche Geschöpfe, für die anderen nur der letzte dreckige Abschaum der menschlichen Masse.

Was aber ist an Pro Gayer denn nun eigentlich “professionell”?
Die Antwort lautet: Nichts!

Pro Gayer möchten gerne als professionelle Sportler verstanden werden, vor allem was den monetären Aspekt des professionellen Sports angeht. Dabei begreifen sie aber nicht, dass Professionalität bei professionellen Sportlern vor allem im Verhalten, in der (Selbst)Disziplin, im Training und im Management liegt.
Nichts davon findet man aber bei Pro Gayern, im Gegenteil. Pro Gayer verhalten sich meistens wie kleine Kinder, und Pro Clans ähneln mehr einem Kinderhort, als einem professionellem Verein. Von anmaßendem, größenwahnsinnigem, pseudo-elitärem Äußerungen, bis zu peinlichen Cheatversuchen, reicht die Palette der Fettnäpfchen, in die bereits alle Pro Gayer getreten sind. Beispiele für dieses “professionelles” Verhalten hat Kill More People.de mehrfach dokumentiert und veröffentlicht.

Dennoch ist der Mythos der Pro Gayer weiterhin in großen Teilen der Spieler Community lebendig. Arschkriechende Heldenverehrung und Glorifizierung findet man überall auf den einschlägigen News Seiten. In Deutschland insbesondere bei den CS und Q3A News Seiten des inGame Netzwerkes planetquake.de und inCounterStrike.de, auch bekannt als “Die Bunte” und “Neue Welt” der Gamze Szene.
Auch bei normalen Spielern wird man Zeuge dieser Heldenverehrung und Gottgleiche Anbetung von Pro Gayern, wieder insbesondere in den Foren der oben genannten Klatsch- und Tratschseiten.
Eine Erklärung für diesen Personenkult ist nicht schwer zu finden. Ausschlaggebend sind zwo Faktoren: Zum einen ist da mangelnde Persönlichkeitsentwicklung von Spielern, zum andern der starke Herdentrieb, der sich darin äußert, dass manche Idioten auf jeden Scheiß abfahren und alles ganz toll und ganz super finden, was so ultra trendy Pro Gayer machen, und sich gleich das ganze ger|pro|gayer|XXX Fan Set (z.B. Bettdecken und Unterwäsche) kaufen würden, oder zumindest das gleiche Mäuschen und das gleiche Mausbrettchen, dass auch die Lieblinge haben.

Ein weiteres Phänomen auf das man bei Pro Gayer Fans recht häufig trifft ist die Stiefelleckerei und die “sich in die Schussbahnwerfen” Mentalität, die sich darin äußert, dass, sobald man ihre Lieblinge irgendwie angreift oder gar nur irgendeiner Form kritisiert, sie sofort mit vollem Engagement und mit ganzem Herzblut ihre Helden Verteidigen.
Das geht von eher lustigen Beleidigungen, dem häufigen gebrauch von Standartargumente, wie “mach’s erstmal besser”, oder “du wärst doch auch gerne ein Pro Gayer”, bis zu wirklich erbärmlichen emotionalen Ergüssen, in Form von totaler Identifikation mit einem Pro Gayer und der Selbstaufgabe der eigenen Persönlichkeit, um die Ehre der Pro Gayer zu schützen.

Recht beängstigend ist aber die Tendenz von Pro Gayer Fans ihren vermeintlichen Helden in jeder Beziehung Nachzueifern. Pro Gayer haben in der Community eine Macht und einen Einfluss der erschreckend ist.
Ein Beispiel dafür ist Q3A Rocket Arena. Vor einiger Zeit beschlossen ein paar Pro Gayer nicht mehr mit dem original RA zu spielen, sondern mit dem “professionellen” Mod CPMA. Die Gründe dafür sind genauso kindisch wie alle Pro Gayer. In CPMA kann man ein paar Einstellungen mehr vornehmen, als im original RA, was angeblich professionellen sein soll. Ein weitere Grund war der angeblich bessere Cheaterschutz, der aber recht schnell ad absurdum geführt wurde.
Der springende Punkt aber ist, dass eine kleine Gruppe von Pro Gayer bestimmt hat, was die ganze Community spielen soll. Fast sämtliche Serverhoster und Liegen sind von RA auf CMPA umgestiegen.

Leute die solchen Witzfiguren und Vollspacken, wie Pro Gayer, zu ihren Helden erklären, anbeten, anhimmeln, glorifizieren, ihnen nacheifern und deren Stiefel lecken, sind der letzte Abschaum dieser Welt.

Ein weitres Steckenpferd des Pro Gaying ist das Sponsoring. Einige Firmen scheinen es sehr nötig zu haben, Pro Gayer Fans anzusprechen. Anders’ bekommt man solche Ladenhüter und total überteuerte Produkte, wie die Razor Boomslang wohl nicht über den Ladentisch. Viele Kiddis fallen dann auch noch prompt auf solche billigen Marketing Tricks rein und kaufen den Schund auch noch. Aber dass passier halt wenn man Pro Gayer Fan ist und man vor lauter Anhimmlung und Heldenverehrung keine klaren Kopf mehr behält.
Ganz unkomisch ist es aber nicht, wenn aus dem Mund von Pro Gayern, völlig ungekünstelte Lobpreisungen der Produkte ihrer Sponsoren kommen.

Was sich aber große, etablierte und seriöse Firmen, wie Intel oder AMD davon versprechen, wenn sie Pro Gayer sponsern, ist unverständlich.
Sportler werden gesponsert, weil ein Unternehmen vom dem Image eines Spieler/Mannschaft profitieren will, und weil seine Produkte mit dem Spieler/Mannschaft in Verbindung gebracht werden soll.
Aber welche Firma will schon mit dem Image von Pro Gayer in Verbindung gebracht werden. In den Augen von Pro Gayer Fans mag die Sympathie für solche unternehmen vielleicht steigen (wer legt aber schon Wert darauf, bei Pro Gayern Fans, dem Abschaum der Menschheit, angesehen zu sein?), wer sich aber dadurch beim Kauf seinen nächsten Rechners beeinflussen lässt, dem ist wirklich nicht mehr zu Helfen.

Ein möglicherweise noch größres Problem das Sponsoring von LAN Partys.
Dass man sich durch Sponsoring in eine Abhängigkeit begibt, fällt den meisten nicht auf. Wer kann heutzutage noch eine LAN Party organisieren, ohne auf Sponsorengelder angewiesen zu sein? Keiner.

Die Kommerzialisierung, des Computerspielens, dass mit Pro Gaying daher geht, hat auch einen schlechten Einfluss auf die ganze Community. Leider sind vor allem bei CS und Q3A viele der Top Spieler den Verlockungen des Pro Gaying erlegen. Diese Spieler spielen nicht um des Spielens willen, oder um sich mit anderen einfach nur zu messen, sondern nur noch um Preisgelder. Man bekommt keine erstklassige LAN Party mehr zustande, ohne Top Preisgelder. Diese Preisgelder müssen dann entweder gesponsert werden, wodurch man wieder in die Kommerzialisierungsfalle fällt, oder durch irrwitzige hohe Eintrittsgelder im 50-100 Euro Segment.
Bei Letzterem sind dann wieder die normalen Spieler die Dummen, die eh keine Chance haben gegen Spieler die 10 Stunden am Tag spielen, und somit die Preisgelder der Pro Gayer finanzieren müssen. Dass auch wieder wie erbärmlich Pro Gayer sind, wenn sie sich ihre Preisgelder auf diese weise finanzieren lassen. Leute die so was mit machen und so missbrauchen lassen, indem sie auf solche LAN Partys gehen und 50-100 Euro Eintritt bezahlen sind natürlich genauso erbärmlich und dumm, wie Pro Gayer selbst.

Alles in allem bleibt zu sagen:
Jeder Müllmann verdient mehr Respekt als alle Pro Gayer und deren erbärmlichen Fans zusammen.

Mit Computerspielen Geld zu verdienen ist aberwitzig und hirnrissig, es zu professionalisieren ein sinnloses Unterfangen und es zu kommerzialisieren ein Spiel mit dem Feuer und den abgründen der menschlichen Masse.