Politiker Stopp

2002 – 09: Stimmabgabe

Unwort des Monats September: Stimmabgabe

Bereits Wochen vor dem Wahltermin wurden wir von Politikern, intellektuellen Schwellpimmeln, Prominenten und anderem Gesocks, regelrecht dazu genötigt, unsere Stimme abzugeben. Das wäre unsere Bürgerpflicht ließen sie verlauten, und nur wer Wählen geht kann etwas verändern (klar doch!).
Mal davon abgesehen, dass es nicht nur drauf ankommt wählen zu gehen, sondern dass man auch wissen sollen, was und warum man Wählen geht, würde es den unseren Politikern wohl mehr als nur recht sein, dass die Bürger ihre Stimme abgeben, im wahrsten Sinne des Wortes (die Ironie und Zweideutigkeit in diesen Worten ist derart offensichtlich, dass sich der Autor fragt, warum “Stimmabgabe” immer noch Teil des normales Wortschatzes ist und nicht schon längst auf der Liste politisch nicht Korrekter Wörter seht).

Der Autor von Kill More People.de war wählen, aber er hat seine Stimme nicht abgegeben, sondern sie behalten.
Es geht nicht darum seine Stimme abzugeben, sonder seine Stimme zu erheben, wie es der Autor mit Kill More People.de tut.

Demokratie findet nicht alle vier Jahre satt, sie findet während dieser 4 Jahre statt.
Auf das ausüben von Demokratie haben Politiker kein Monopol und es ist auch nicht deren Privileg. Demokratie muss von den Bürgern auch gelebt werden, und darf nicht delegiert werden.

Gebt eure Stimme nicht an Politikern ab, denn dann hört man euch nicht! Lasst euch nicht entmündigen und tut dies auch nicht selbst!
Erhebet eure Stimme.