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Rohtenburg – Keine Frage der Freiheit der Kunst

Published on 07.03.2006 by Zelot
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Auf Teleplois ist ein Artikel von Stefan Höltgen erschiene, der einstweiligen Verfügung gegen die Aufführung des Kinofilms “Rohtenburg” behandelt.
Der Tenor des Artikels lautetet, dass die einstweiligen Verfügung nicht gerechtfertigt ist, weil diese Freiheit der Kunst beeinträchtigt und weil die Gesellschaft ein Recht auf die künstlerische Aufarbeitung der Tat von Armin Meiwes hat

Ich stimme nicht zu, denn es geht nicht um die Freiheit der Kunst.

Werder bei “Rohtenburg” noch bei „Esra“ von Maxim Biller geht es um die Freiheit der Kunst, als vielmehr darum, dass Medienkonzerne Geld mit dem Privatleben von Menschen machen wollen. Jeder, egal ob Person der Zeitgeschichte oder nicht, hat das Recht sich dagegen zu wehren.

Links extern:
TP: Übereinstimmungsüberprüfungen
Maxim Biller bleibt verboten

One Response to “Rohtenburg – Keine Frage der Freiheit der Kunst”

  1. Heißt das, Sie sind prinzipiell für ein Verbot solcher Stoffe? Und wie ist es mit “Jack the Ripper”-Filmen und wie mit Filmen über Diktatoren etc. Muss jeder Film, der eine historische oder zeitgenössische Verbrecherfigur aspektiert aus welchem Respekt auch immer verboten werden?

    Meine Argumentation war etwas differenzierter als Sie hier darstellen: Im Fall von “Rohtenburg” war es mir natürlich bewusst – schon allein durch das PR-Sperrfeuer des Verleihs -, dass es um Kommerz geht. Aber es gibt ja auch noch die bieden anderen Adaptionen des Falles: “Mein Herz in deinem Hirn” (Praunheim) und “Cannibal” (Marian Dora). Das sind Independend-Autorenfilme, die sich auf sehr differenzierte Weise mit dem Fall auseinandersetzen – einer Weise, die erahnen lässt, dass es um die Verarbeitung kultureller Traumata geht.

    Darüber hinaus nützen Kunstverbote gar nichts, sondern erreichen sogar das Gegenteil: die Mystifizierung des Falles. Das kann man sich anhand der in Deutschland verbotenen Filme gut vor Augen halten.