Politiker Stopp

Bischof Marx: Internet darf nicht ausgrenzen

Published on 14.02.2006 by Zelot
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Bei der Verleihung des “Klick Preises” hatte Bischofs Reinhard Marx gemeint, er müsste etwas zum Thema Internet sagen.

Was Stephan Goll zu sagen hatte, fand ich aber viel interessanter:

Hey Du Bischof

Es ist nicht das Internet, welches ausgrenzt. Es sind die
Lebensumstaende, es ist das (Nicht-) Vorhandensein technischer
Infrastruktur, es ist der allgemeine Lebensstandard und es ist die
Tatsache, dass Menschen in industrialisierten Gebieten nicht mehr
24/7 darauf aus sein muessen, am naechsten Tag auch noch ‘was zu
Essen zu haben. Davon, dass in NY keine Gruppen lokaler Dorfgroessen
umherziehen und einfach mal ganze Doerfer ausloeschen ganz zu
schweigen.

Das Internet is so dermassen neutral, das glaubst Du garnicht. Es ist
vollkommen belanglos, ob man als Kardinal oder als Arbeiter, ob als
Jude oder Moslem, ob als Hindu, Christ oder Atheist im Internet
herumsurft. Es ist dem Internet auch egal, ob man in Somalia,
Suedafrika, Deutschland, Tuerkei, Polen oder in den USA ist.

Was das Internet aber ganz und garnicht toleriert ist das Fehlen von
Strom und Datenleitungen sowie von IP-faehigen Endgeraeten. Und wenn
man kein Geld dafuer hat, dann ist es nicht das Internet, welches
diskriminiert, sondern schlicht und einfach die reale Welt.

Links extern:
heise online – Bischof Marx: Internet darf nicht ausgrenzen
Hey Du Bischof – News-Forum

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