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Seine Chomeini-Satire erboßte die Muslime

Published on 07.02.2006 by Zelot
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Wütende Proteste erboßter Muslime provozierte Rudi Carrell 1987 mit einer Satire, die eine Chomeini-Puppe zeigte, wie sie mit Frauenunterwäsche hantiert. Der Sketch in der „Tagesshow“ brachte vor allem bei den Iranern das Blut in Wallung. Hunderte so genannter Studenten umzingelten damals die Deutsche Botschaft in Teheran. Die Demonstranten forderten den Abbruch der diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland.

Rudi Carrells Satire stürzte die deutsch-iranischen Beziehungen in eine ernsthafte Krise. Zwei ranghohe Vertreter der Deutschen Botschaft wurden des Landes verwiesen und das gesamte Goethe-Institut geschlossen. „Die Muslime der Welt“ seien pauschal beleidigt worden, schrieb die iranische Nachrichtenagentur Irna.

In Deutschland war man über die heftigen Reaktionen vollkommen überrascht. Auch Carrell hatte damit offenbar überhaupt nicht gerechnet und entschuldigte sich damals: „Wenn mein Gag Verärgerung verursacht hat, bedaure ich das sehr und möchte mich beim iranischen Volk entschuldigen.“ Das Auswärtige Amt bedauerte, dass die iranische Regierung sich von dem Fernsehspot so betroffen zeige, verwies aber auf die Pressefreiheit in Deutschland

Hatten wir doch alles schon mal. Geschichte wiederholt sich.

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