Politiker Stopp

Stoiber will Gewalt in Computerspielen verbieten

Published on 26.04.2002 by Zelot
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Noch gestern warnte ich vor politischen Schnellschüssen und nun ist es passiert:
Stoiber will gegen “Killerspiele” vorgehen.

Unlieber Herr Stoiber,
statt virtuelle Gewalt zu verbieten und dagegen vorzugehen, sollten Sie lieber reale Gewalt verbieten und dagegen vorgehen.

Aber wenn Sie unbedingt die Darstellung von Gewalt verbieten wollen, dann sollten Sie doch bitte mit der Bibel anfangen.
Erwiesenermaßen gehen weitaus mehr Tötungsdelikte (durch die Bibel verursachte Religionskriege und religiös begründete Genozide nicht mitgerechnet) auf das Konto dieses blutrünstigen Machwerks, als auf das Konto jedes Computerspiels oder Films (wenn überhaupt).
Es kommt immer wieder vor, dass labile Einzelgänger durch dieses Machwerk beeinflusst Attentate und Morde begehen.

Stoiber

Was mischt sich dieser Hinterwäldler eigentlich bei so was ein?
Ach So, er ist ja Bauernkanzlerkanidat der Bauern-, Hinterwäldler- und ewig gestrigen Partei, CSU (Das C steht nicht für Cyber!). Da muss man ja bei jedem Thema auf die populistische Pauke hauen und dass Maul aufreisen.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich dieses ganze Kasperletheater um die beiden spitzen Kandidaten (auch Mr. “Ich färbe meine Haare nicht” Schröder) einfach zum Kotzen finde?
Allein schon durch das Wort, Kanzlerkanidat, wird doch impliziert, dass man Kanzler (Teil der Exekutive) durch Bundestagswahl (Legislative) direkt wählen könnte.

Erstens mal stehen bei der Bundestagswahl Abgeordnete und Parteien (was ich wiederum auch nicht gut finde, denn durch die Zweistimme können die Parteien bestimmen, wer auf jeden Fall im Parlament sitzen wird, nämlich die Spitzenpolitiker der jeweiligen Partei) auch von anderen, kleinere Parteien zur Wahl (die u. A. bei dem Fernsehduell, wenn die sie denn keinen Kanzlerkandidaten haben, einfach übergangen werden) und keine Mitglieder der Exekutive (die meiner Meinung nach eigentlich nicht Teil des Legislative sein dürften. Trennung von Amt und Mandat, was die Grünen mal hatten, ist hier das Stichwort).
Des Weiteren wird das gesamte Towabo den späteren tatsächlichen Machtbefugnissen und Möglichkeiten des Kanzlers nicht gerecht (Stichwort Föderalismus, der eigentlich auch überholt ist und die BRD träge und unflexibel macht)

Links extern:

Meldung @ Heise Newsticker
Sagt dem Bauerkanzlerkandidat eure Meinung

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